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Unsere Weltreise beginnt nach nur einem kurzen Flug von ca. sieben Stunden auf der kalifornische Peninsula. Angekommen bemühten wir uns durch die Zollkontrolle welche alle Nase lang jemanden erwischte, wie sie versuchten irgendetwas ins Land zu schmuggeln. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis wir die Kontrollen hinter uns gelassen hatten und wir an der Bushaltestelle standen. Es gibt eine Buslinie die direkt in die Altstadt fährt.
Wenn ihr ebenfalls den sehr günstigen Bus verwenden möchtet, geht dazu aus dem Flughafen Richtung des Parkplatzes. Dort warten wahrscheinlich bereits Flughafen-Mitarbeiter:innen auf einen der wenigen Busse. Wir haben auf der Busfahrt noch einen Stopp bei dem einzigen Telcel shop im Ort eingelegt. Eine Bushaltestelle ist dort in der Nähe. Für 529 Pesos haben wir dann eine SIM-Karte gekauft, die 8,8 GB Datenvolumen hat und für 30 Tage gültig ist. Für eine SIM haben wir uns nur entschieden, da unsere Handys scheinbar nicht kompatibel mit der eSIM von Telcel waren. Zusammen mit dem Datenpaket bekamen wir eine mexikanische Telefonnummer, jedoch konnten wir darüber keine SMS erhalten. Das stellte ich fest, als ich wenige Wochen später versuchte, uns bei DiDi anzumelden. Das ist der mexikanische Konkurrent zu UBER und ist scheinbar noch günstiger und hat eine bessere Abdeckung.
In San Jose del Cabo selbst haben wir nicht viel mehr gemacht, als in der Altstadt umherzuschlendern. Es schien mir, dass abends auf dem Hauptplatz der Stadt immer etwas los ist. Entweder wird etwas gefeiert oder lokale Künstler:innen bieten ihre Produkte an. Diese und andere in den Geschäften der Stadt wurden zu amerikanischen Preisen angeboten, ist ja klar, denn die meisten Touristen, die nach San Jose del Cabo reisen, kommen von dort. Da die Altstadt wenig zu bieten hatte, sind wir eher zu den Stränden gefahren. Uns wollte einer der UBER Fahrer eine Fahrt nach Cabo San Lucas aufschwatzen indem er uns erzählte, dass der Strand durch Regen überflutet wäre, was wir aber ablehnten. Ein solcher Ausflug hätte uns viel zu viel gekostet und am Ende ging es dem Strand hervorragend.
Für einen Tagesausflug nach Cabo San Lucas liefen wir zum Busterminal, das neben dem Walmart liegt. Dort könnt ihr Tickets für etwa 200 Pesos pro Person kaufen. Das bezahlen mit einer Kreditkarte bzw. Debitkarte, ist dort ohne Aufpreis bzw. versteckte Kosten möglich. In Cabo San Lucas, empfehle ich euch eine Bootstour zum südlichsten Punkt von Baja California. Die Fahrt führt vorbei an verschiedenen Stränden und ermöglicht euch viele Fotos von den Gesteinsformationen zu machen. Manche der Strände können nur über Boote erreicht werden. Ich fand die Strände wunderschön aber leider konnte man bei keinen Schatten finden. Das ist für mich leider ein NoGo. Ich hole mir einfach zu schnell einen Sonnenbrand in der Sonne. Abgesehen von der Bootstour haben wir in der Stadt wenig Interessantes gefunden. Daher sind wir gegen 16-17 Uhr mit einem UBER zurück zum Busterminal in Cabo San Lucas, wo wir auf einen Bus zurück nach San Jose del Cabo warteten. Nach unserer Rückkehr haben wir uns den Walmart angesehen. Der hatte einfach alles was man für ein günstiges Abendessen benötigt. Für uns waren dass zwei Salate Oriental, Scheibenkäse und ein Baguette. Nach drei Tagen in San Jose del Cabo sehnten wir uns nach etwas Ruhe. Ein Jahr Kanada lag hinter uns und die Ausreise hatte uns merklich geschlaucht. Ein verschlafenes Dorf mit wundervollen Stränden, sollte unser Ort zum Durchatmen werden, Todos Santos.
Auch hier sind wir mit dem Bus gefahren. Unser Hostel war dabei in Laufreichweite der Bushaltestation und wir konnten im kleinen Kiosk um die Ecke unser Wasser kaufen. Von unserem Hostel gibt es eine Straße zum Strand. Dabei habt ihr zwei Optionen (A & B), die jedoch beide auf den gleichen Weg zusammenführen. Ich würde den oberen Weg empfehlen, da man auf dem anderen Weg durch die Mücken zerstochen wird. Der obere Weg führt jedoch durch eine Hotelanlage, was scheinbar privates Gelände ist. Wir wurden nicht behelligt, als wir den Weg über die Hügelkette zum Strand spaziert sind. Es sei gesagt, dass der Zugang zum Strand und alle Strände in Mexiko per Gesetz als öffentliche Flächen gelten. Es darf nicht wie in anderen Ländern der Aufenthalt am Strand verwehrt oder gar privatisiert werden. Südlich vom Zugang findet ihr einen schlecht bewerteten Beachclub sowie wenige Restaurants. Auf der anderen Seite gibt es nur Wohnhäuser. Uns hat es sehr gefallen, den Wellen zuzusehen und dabei zu entspannen. Schwimmen darf man auf dem Strand nicht, ich glaubte, weil die Wellen zu stark sind. Neben dem Strand könnt ihr auch hier die Altstadt erkunden mit ihren Galerien und Geschäften. Wir haben auch hier nichts wirklich Interessantes für uns gefunden. Abgesehen vom Essen. Denn nicht nur haben wir hier einen der besten Burritos der Reise gegessen, sondern konnten auch wieder in den Genuss von Horchata und frischem Ananassaft kommen. Beide Restaurants hatten vegetarische Optionen im Angebot. Todos Santos wartet mit einer vernichtenden Hitze auf, die man wirklich nur mit einer Klimaanlage überleben kann. Eine Siesta ist daher angebracht. Von der Ruhe in Todos Santos zog es uns weiter nach La Paz, unserem letzten Stopp in Baja California. Unsere Tickets für die ADO Busse haben wir online über die Webseite bzw. die App gekauft. In La Paz angekommen, haben wir uns entlang der Wasserfront über die Touren informiert und schnell ein Angebot für eine Tour zur Isla Espíritu Santo angenommen. Die Tour war wirklich hervorragend. Auch weil wir als kleinere Gruppe Plätze ganz vorne im Boot bekamen. Im Boot war während der Fahrt kein festes Schuhwerk erlaubt. Diese müsst ihr ausziehen und irgendwo einpacken. Ich möchte euch auch dazu raten, mindestens eine Tasche für die Tour mitzubringen, die wasserabweisend ist. Je nachdem, wo ihr sitzen werdet, könntet ihr während der Fahrt nass gespritzt werden. In der ersten Reihe, wo wir saßen, schwappte regelmäßig Wasser ins Boot. Die Fahrt zur Insel dauert eine gute Stunde und man fegt nur so über das Wasser hinweg. In der Tour ist der Aufenthalt an verschiedenen Stränden enthalten sowie ein ausreichendes Mittagessen. Das beinhaltete Ceviche sowie Früchte und alles, um sich selbst ein vegetarisches Sandwich zusammenzustellen. Das Highlight der Tour war das Schwimmen mit Seelöwen. Dazu fährt das Boot in die Nähe einer Kolonie. Es soll gesagt sein, dass die Tiere nicht gefüttert oder sonst mit ihnen interagiert werden. Jeder, der wollte, bekam eine Ausrüstung zum Schnorcheln und Schwimmflügel. Ich wünsche mir im Nachgang, dass ich eine Kamera für Unterwasseraufnahmen dabei gehabt hätte. Die Seelöwen beim Schwimmen, Tauchen und Jagen zuzusehen, während man selbst im Wasser schwimmt, ist einfach atemberaubend. Nach ca. 20-30 Minuten heißt es dann wieder zurück ins Boot. Die Rückfahrt kam mir sehr lang vor und wir kamen erst nach Sonnenuntergang im Hafen an. La Paz hat neben seinen Walhai- und Isla Espíritu Santo-Touren auch ein hervorragendes Museum im Zentrum der Kultur zu bieten. Es lohnt sich ein Besuch, auch weil es kostenlos und sehr informativ ist. Der letzte Tagesausflug für La Paz, aber auch Baja California, ging für uns zum Strand El Tecolote. Es geht stündlich ein Bus für wenige Pesos zu den Stränden vom ADO Busterminal. Dieser fährt alle Strände und Stationen auf der Route an und auch auf dem Weg zurück. Informiert euch, wann der letzte Bus fährt, den wollt ihr nicht verpassen. Wir sind bis zum Strand El Tecolote durchgefahren und sind dann von der Haltestelle vorbei an den Restaurants nach links gelaufen. Dort gibt es kostenlose Sonnenschirme. Diese erkennt ihr daran, dass der Schirm aus Palmenblättern gebaut wurde. Ihr könnt hier neben dem Schwimmen auch Pelikane dabei beobachten, wie sie immer wieder ins Wasser tauchen und Fische fangen. Neben dem El Tecolote gibt es eine Wanderroute zu einer Bushaltestelle südlich des Strandes. Uns gefiel die Runde, da wir noch einmal die Insel Isla Espíritu Santo in ihrer vollen Pracht betrachten konnten. Ab einem gewissen Punkt läuft man in einen Nationalpark hinein. Passt auf, dass ihr nicht zu nahe an den gesperrten Strand geht. Oben auf der Bergkette ist alles aus Stein, da wächst nichts mehr und ihr könnt getrost dort spazieren. Im Gespräch mit einem anderen Hostelgast erfuhren wir, dass er mit der Polizei an der Stelle Probleme bekam. Als wir die Runde am späten Nachmittag liefen, war niemand mehr da. Am Morgen, als der andere Hostelgast unterwegs war, sah das anders aus. Den Bus zurück nach La Paz könnt ihr dann an dieser Kreuzung anhalten. Um Bargeld abzuheben, empfehle ich euch Santander oder die HSBC. Deren Abhebegebühr ist nur 34 Pesos.
In Baja California haben wir neun Nächte verbracht. Am letzten Tag brachte uns ein Taxi von unserem Hostel für 150 Pesos zum Flughafen. Unser nächstes Ziel war Mexico City. Wir hätten auch die Fähre nehmen und unsere Reise per Bus fortsetzen können, aber das hätte bedeutet, wir würden für mehrere Tage durch das Gebiet der Kartelle reisen. Ein Flug erschien uns daher die sicherere Variante zu sein.